Piraterie ist in unserer Zeit verboten, aber lukrativ
Seit Juni 2008 ist Piraterie von den Vereinten Nationen als kriegerische Handlung eingestuft und international geächtet. Dennoch ist es ein lohnender Job: Verrät ein Hafenarbeiter in Ostasien die Fracht eines Schiffes, bekommt er rund 1000 Dollar. Ein Kapitän, der sich kaufen lässt, bis zu 10 000 Dollar. Und ein Pirat erhält pro Überfall bis zu 20 000 Dollar.
Kein Wunder, dass die Nachrichten oft über Piratenüberfälle berichten. Besonders gefährdet sind Frachtschiffe vor den Küsten Somalias, des Jemen, um Indonesien, in der Karibik, den Philippinen sowie West- und Ostafrika einschließlich Golf.
Moderne Piraten rauben keine Rumfässer mehr
Heute haben es Piraten meist nicht auf die Ladung, sondern auf den Inhalt des Schiffstresors abgesehen. Der Tresor enthält oft große Bargeldsummen, mit denen Gehälter und Hafengebühren bezahlt werden. Vor Somalia werden zunehmend Schiffe samt Besatzung entführt, um Lösegeld von den Reedereien zu erpressen.


